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Venture Capital

Als Venture Capital werden Finanzmittel bezeichnet, die durch eine Investmentgesellschaft für eine bestimmte Zeit anderen Unternehmen als Eigenkapital zur Verfügung gestellt werden. Bei den Empfängern des Kapitals handelt es sich meist um junge Unternehmen, die Projekte realisieren wollen, die hohe Erträge versprechen, aber auch mit großen Risiken behaftet sind. Im Gegensatz zur herkömmlichen Kreditvergabe trägt der Kapitalgeber beim Venture-Capital auch unternehmerisches Risiko. Er erhält deshalb für sein Kapital keine Zinsen, sondern ist am Gewinn beteiligt.

Der Begriff Venture-Capital kommt aus dem amerikanischen und läßt sich nur unzureichend mit "Wagniskapital" oder "Risikokapital" übersetzen. Kennzeichnend für Venture-Capital ist zum einen, dass es sich um die Bereitstellung von Eigenkapital handelt; zum anderen, dass die Mittel durch spezielle Beteiligungsgesellschaften aufgebracht werden von, sogenannten Venture-Capital-Gesellschaften.

Venture-Capital wird zumeist an junge Unternehmen vergeben, die ein Projekt realisieren wollen, das ihre eigenen Mittel übersteigt. Meist handelt es sich dabei um innovative Projekte aus zukunftsträchtigen Branchen - wie Elektronik, Gentechnik, Pharmacie, Multi-Media -, die eine hohe Rendite versprechen, aber auf der anderen Seite auch große Risiken bergen, da es sich um noch nicht erschlossene Märkte handelt und es oft ungewiß ist, ob die Produktidee bis zur Marktreife gebracht werden kann. Die Unternehmen, die mit Venture-Capital finanziert werden, stammen überwiegend aus High-Tech-Branchen. Vor allem in den USA sind es oft Wissenschaftler oder Universitätsabsolventen, die Ideen und Forschungsergebnisse vermarkten wollen.

Die Unternehmen, bei denen eine Venture-Capital-Finanzierung in Frage kommt, weisen einigen Besonderheiten aus. Der Cash-Flow (das wieder ins Unternehmen zurückfließende Geld)ist in der Anfangsphase meist so niedrig, dass er weder für die notwendigen Investitionen ausreicht, noch für die Zins- und Tilgungszahlungen herkömmlicher Bankkredite. Auf der anderen Seite haben diese Unternehmen, gerade in der Anfangsphase, einen sehr hohen Kapitalbedarf und müssen in den ersten Jahren mit Anlaufverlusten rechnen. Zudem weisen solche Unternehmen ein hohes objektives Risiko auf. Ihre Gründer haben nur geringe oder keine Sicherheiten zu bieten, so dass eventuelle Kredite mit einem hohe Risikozuschlag auf den Marktzins versehen sein müßten. Diese hohen Kapitalkosten lassen sich von den jungen Unternehmen nicht erwirtschaften. Eine klassische Kreditfinanzierung ist deshalb kaum möglich.

Die Vergaben von Venture-Capital hängt deshalb nicht wie bei einem Kredit davon ab, ob beleihungsfähige Sicherheiten (Immobilien, Maschinen, Wertpapiere) vorhanden sind. Bewertet werden ausschließlich die Ertragschancen des zu finanzierenden Objekts.

Das Kapital für die als zukunftsträchtig eingestuften Projekte wird von sogenannten Venture-Capital-Gesellschaften bereitgestellt. Diese spezialisierten Investmentgesellschaften sammeln Gelder von Banken, institutionellen Anlegern, aber auch von privaten Kapitalanlegern. Die Venture-Capital-Gesellschaften versuchen, solche Kapitalgeber zu gewinnen, die zum einen über genügend Mittel verfügen, um später im Bedarfsfall weiteres Kapital nachschießen zu können und zum anderen durch ihr eigenes Know-how auch Gelingen des Projekts beitragen können.

Da die Mittel ausschließlich in Projekte investiert werden, die zwar hohe Renditen versprechen aber auch zum Totalverlust führen können, engagieren sich die Venture-Capital-Gesellschaften bei einer größeren Zahl von jungen Unternehmen in verschiedenen Branchen und mit unterschiedlicher Zielsetzung. Durch diese breite Streuung (Diversifikation) soll das Risiko der Anleger in Grenzen gehalten. werden. Verlusten bei einem Projekte stehen dann Gewinne bei anderen gegenüber.

Die Venture-Capital-Gesellschaften verfügen über Teams von Spezialisten, die mögliche Investitionen nach ihren Chancen und Risiken bewerten. Diese Spezialisten begleiten auch die weitere Entwicklung der von den Investment-Gesellschaften finanzierten jungen Unternehmen und beraten sie außerdem in Technik, Finanzierung oder Marketing. Die Venture-Capital-Gesellschaften nehmen also neben der reinen Finanzierungsfunktion auch noch eine betreuende Funktion für die von ihnen finanzierten Unternehmen wahr. Als Kapitalgeber spielen sie so eine viel aktivere Rolle als klassische Kreditgeber.

Die Venture-Capital-Gesellschaften erzielen Einnahmen ausschließlich aus Gewinnanteilen an den von ihnen finanzierten Unternehmen. Erweist sich das Projekt als ein Erfolg, so erhält die Venture-Capital-Gesellschaft ein vorab vereinbart Beteiligung am Gewinn. Erweist sich das Projekt als ein Fehlschlag, kann die Investment-Gesellschaft ihr dabei eingesetztes Kapital ganz oder teilweise verlieren.

Die Beteiligung an neu gegründeten Unternehmen findet in der Regel nicht als kurzfristige Geldanlage statt, soll aber auch nicht Dauerhaft sein. Meist engagieren sich die Investoren für mehr als fünf Jahre. Wenn sich danach die Venture-Capital-Gesellschaft von ihrer Beteiligung trennen will, werden die Kapitalanteile entweder an ein anderes Unternehmen verkauft oder durch Emission der Aktien über die Börse dem Publikum angeboten.

Die Idee der Venture-Capital-Finanzierung kommt aus den USA. Sie wird aber auch in Deutschland zunehmend angewendet. Hintergrund dieser Art der Unternehmensfinanzierung ist die Erkenntnis, dass kleine, junge Unternehmen oftmals besonders innovativ sind und deshalb sehr wichtig für Fortschritt und Wachstum einer Volkswirtschaft. Die herkömmlichen Finanzierungsformen der Kreditinstitute entsprechen aber weder den wirtschaftlichen Gegebenheiten solcher Unternehmen, noch können die Banken diesen Unternehmen die Beratung und Betreuung bieten, die diese Firmen benötigen. Dem Gründer fehlen oft noch die notwendigen Markt- und Managementkenntnisse und die jungen Unternehmen sind zudem personell noch nicht ausreichend ausgestattet. In den USA hat diese Art der Finanzierung dazu geführt, dass junge Unternehmer mit neuen innovativen Ideen ihre Vorhaben realisieren können, ohne jahrelang um die Finanzierung bei herkömmlichen Kreditinstituten kämpfen zu müssen. In Bereichen wie der Computerindustrie oder der Biochemie sind damit große Erfolge gelungen. Oftmals wurde durch diese jungen Unternehmen die Basis für ganz neue Wirtschaftszweige gelegt.

Anlegern bieten Venture-Capital-Gesellschaften neue und interessante Anlagemöglichkeiten. Sie sind zwar mit einem hohen Risiko verbunden, versprechen dafür aber auch eine überdurchschnittliche Rendite. In der Praxis hat sich gezeigt, dass von zehn Investments einer Beteiligungsgesellschaft im Durchschnitt nur ein bis zwei Unternehmen die erhoffte überdurchschnittlich Rendite erbringen. Daneben sind drei bis vier Totalausfälle zu verzeichnen. Die übrigen Firmen erwirtschaften letztlich nur eine unterdurchschnittliche Rendite. Trotzdem erreichen die Venture-Capital-Gesellschaften in den USA mit ihrem Fondsvermögen in vielen Fällen ein überdurchschnittliches Ergebnis für ihre Anleger. Rendite von zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent sind keine Seltenheit.

News

  • Investment in G24i | 07.01.2013

    Düsseldorf, den 3. Januar 2013

    Die Winners Capital Management AG hat mit der G24i Power Limited einen Optionsvertrag über den Erwerb von 10 Mio. Aktien geschlossen. Die G24i Power Limited hat eine bahnbrechende Technologie für die Herstellung und den Einsatz von flexiblen Solarzellen entwickelt. Diese Solarzellen werden z.B. von dem Unternehmen Logitech in Tastaturen für das neue iPad eingesetzt, welche dadurch unabhängig von anderen Stromquellen eingesetzt werden können und insbesondere den Einsatz von Batterien überflüssig machen. Auch die Sonnenschutzjalousien des weltberühmten MGM Grand Hotels in Las Vegas sind mit den Produkten der G24i Power Limited bestückt.

    Die Entscheidung für das Investment in die G24i Power Limited hat die Winners Capital Management AG vor allem deswegen getroffen, weil die exklusive Technologie der G24i Power Limited Produkte nicht mit den herkömmlichen Solarprodukten vergleichbar ist und die G24i Power Limited somit nicht von den derzeitigen Problemen dieser Branche betroffen ist. Der Markt für die Produkte der G24i Power Limited ist vielmehr erst im Aufbruch begriffen, so dass die Wahrscheinlichkeit für hohe Wachstumsraten in einem relativ geringen Zeitraum sehr hoch ist.

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  • Einstieg der Winners Capital Management AG in den Solarpark Vorholz-Laupheim | 19.12.2012

    Düsseldorf, den 17. Dezember 2012

    Einstieg der Winners Capital Management AG in den Solarpark Vorholz-Laupheim

    Die Winners Capital Management AG hat mit dem Eigentümer von 15 der insgesamt 56 Solarhallen des Solarparks Vorholz-Laupheim einen ersten vertraglichen Schritt zur Übernahme der Hallen unternommen. In einer Absichtserklärung vom 12. Dezember 2012 wurde festgehalten, dass die Winners Capital Management AG exklusiv das Recht hat, mit dem Eigentümer spätestens im Februar 2013 einen notariellen Optionsvertrag über den Kauf von einzelnen oder allen Hallen in einem Zeitraum von 2 Jahren zu schließen. Der Erwerb dieser Hallen ist vor allem deshalb wirtschaftlich interessant, weil der mit dem Solarpark produzierte Strom zu attraktiven Bedingungen unter einem Langzeitvertrag an das Unternehmen EnBW verkauft wird. Mehr Informationen über den Solarpark Vorholz-Laupheim finden Sie unter www.hallenpark-vorholz.de.

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  • Windtec stellt weitere Windräder vom Typ Spin Wind auf | 16.08.2012

    Unter anderem für den italienischen Energieversorger En-ECO im Hafen von Pisa und auf der Rhein-Main-Deponie in Försheim bei Frankfurt.

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  • WCM AG beteiligt sich an Windtec GmbH | 20.04.2012

    Winners Capital Management beteiligt sich an Kleinwindanlagenhersteller Windtec GmbH Ochsenhausen.


    Die Windtec GmbH hat im letzten Jahr bereits 20 Windräder aufstellen können und beabsichtigt in diesem Jahr 200 Windräder aufzustellen. Es liegen Anfragen für rund 1000 Windräder vor, allerdings kann Windtec in diesen Jahr ca. 200 Windräder aufstellen.

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  • Neue Webseite geht online | 14.02.2012

    Wir freuen uns, dass wir pünktlich im ersten Quartal des Jahres 2012 mit unserer neuen Webpräsenz online gehen. Schauen Sie sich in aller Ruhe auf unseren Seiten um und überzeugen Sie sich von unseren Dienstleistungen. Das Jahr 2012 beginnt für uns mit vielen neuen Projekten, deren Umsetzung uns vor neuen Herausforderungen stellen wird. Dennoch sind wir für die Zukunft gerüstet und gehen gemeinsam mit unseren Klienten neue Wege.

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